We did it again: 3. VWA-Kick-Off-Tag

…der ja heimlich bei mir selbst Kick-Ass-Tag heißt. Monika hat schon einmal darüber geschrieben, dass wir zu Beginn der siebten Klasse einen Tag lang Uni spielen und ALLE unsere SchülerInnen in die Gänge bringen wollen. Manche der mehr als 70 SiebtklasslerInnen haben schon ein Thema und eine/n BetreuerIn, aber die meisten sehen höchstens eine vage Idee vor sich und vielleicht den Lieblingslehrer oder die Lieblingslehrerin, mit dem/der sie das Projekt VWA angehen wollen.

Der Tag besteht aus mehreren Programmpunkten:

  • Der Direktor begrüßt alle und fordert die SchülerInnen auf, die Angebote der kommenden Stunden intensiv zu nutzen.
  • Anschließend gibt es eine Vorschau, was an diesem Tag, im nächsten Semester und bis zur Präsentation der VWA (im übernächsten April vermutlich) passieren soll.
  • Dann der erste Höhepunkt: LehrerInnen (fast) aller Fächer stellen sie eine Stunde lang für Fragen aller Art zur Verfügung. Freiwillig, in Freistunden oder – wenn’s nicht anders geht – freisuppliert. Da gibt es keinen Plan, jede/r kann mit jedem sprechen, über erste Ideen oder konkrete Vorstellungen. Beinahe alle können mit dem/der VertreterIn eines Schulfachs sprechen (obwohl das für die VWA ja keine sooo große Rolle spielt) und erfahren von einem oder mehreren LehrerInnen, wie es gehen könnte. Wir werden da schwer beschäftigt, aber wenn man einen kurzen Blick in die Menge machen kann, spürt man, wie es in der Schule lebendig, ungeordnet-geordnet und intensiv zugehen kann. Schöner geht’s fast nicht für mich. Flow nennt man das. Am Ende dieser Phase bitten wir die Jugendlichen, ihr vorläufiges Thema oder ihre Ideen auf Listen zu schreiben und mögliche BetreuerInnen zu nennen.
  • Anschließend bekommen die SchülerInnen Gelegenheit über die alten und neuen Erkenntnisse zu reflektieren und alles aufzuschreiben. Wir klären die restliche Agenda und die
  • nächste Intensivphase beginnt: Wieder stehen mehr als zehn LehrerInnen zu Verfügung um in kleinen Gruppen Ideen zu Themen zu machen, Themen zu schärfen, mögliche Forschungsfragen herauszuarbeiten und vor allem den zukünftigen „WissenschafterInnen“ klarzumachen, dass „Depression“, „Die Ernährung des Sportlers“ oder „Der Zweite Weltkrieg“ die Seitenanzahl einer VWA doch etwas übersteigt und sie erst noch einen kleinen Teilbereich davon auswählen müssen.
  • Wer mag, kann sich noch die Zeitschriften, Dokumentationen und Bücher der Schulbibliothek ansehen („Der Artikel passt ja genau zu meinem Thema“!) oder gleich Mittagspause machen.
  • An Nachmittag dürfen die Kids in die Universitätsbibliotheken der Naturwissenschaftlichen Fakultät, der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät und des Uniparks Salzburg gehen, und erhalten vor Ort von den BibliothekarInnen Einführungen, wie man dort arbeiten kann. Dieses Service der Unibibliotheken ist wirklich großartig und perfektioniert unseren VWA-Tag,

Das Feedback der SchülerInnen, KollegInnen und des Direktors waren wieder sehr positiv. Für die Schule bedeutet dieser Tag administrativ einen sehr großen Kraftaufwand und ohne die bereitwillige Mitarbeit so vieler Kolleginnen und Kollegen wäre er so  gar nicht möglich. Natürlich bleiben Wünsche offen: Nicht jede/r SchülerIn kann mit dem Wunschbetreuer sprechen, das muss später erfolgen. Leider ist  für den einen oder sie andere auch nicht der/die passende FachvertreterIn da, aber sooo perfekt bekommen wir das einfach nicht hin.

Ich persönlich wünsche mir, dass ich nächstes Jahr, wenn ich eine Stunde davor den Beamer ausprobiere (mein eigenes Notebook habe ich eh schon mit), nicht draufkomme, dass das Beamerkabel schon monatelang von einem säumigen Schulwart repariert werden sollte und ich trotz des langen Zeitraums nie erfahren habe, dass es kaputt ist. Dank einiger Schweißtropfen, einer halben Stunde Suche, wo den Ersatz aufzutreiben sei und gleichzeitigen Nachdenkens, wie ich das denn ohne digitale Unterstützung machen werde (geht natürlich auch, ist nur viel weniger nett!) ist Dank der Hilfe eines sehr hilfsbereiten anderen Schulwarts die Technik fünf Minuten vor Beginn doch einsatzbereit gewesen. Aber es müsste ja nicht sooo sein.
(Am Nachmittag hab ich dann gesehen, wie das alte Kabel ersetzt wurde – also irgendwer hat anscheinend Dampf gemacht – hat mich irgendwie schon befriedigt das Schulhaus verlassen lassen 😉 )

Fazit: Hoffentlich ein für alle einigermaßen zufriedenstellender Tag. Für mich trifft zu, was Monika schon geschrieben hat und ich nicht treffender ausdrücken könnte: „Wir haben uns für den Tag ein Konzept gebastelt, das uns selbst Spaß macht – und zumindest ein bisschen davon überträgt sich auf die meisten…“ Sie war heuer leider krank, deshalb war es nicht so locker wie sonst. Funktionieren tut es beim dritten Mal trotzdem. ber sie hätte die SchülerInnen nach ein paar Sätzen davon überzeugt, dass ihnen nichts Besseres passieren kann, als eine VWA zu schreiben. Letztes Jahr haben wir danach bei einem Glas Prosecco durchgeatmet. Naja, das holen wir nach. In einem Monat steht der VWA-Feedback-Tag für die 8. Klassen an…

(juhudo)

3 Gedanken zu “We did it again: 3. VWA-Kick-Off-Tag

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s