Biber der Informatik

biberbildUnter diesem lustigen Namen läuft schon seit einigen Jahren ein Wettbewerb, an dem Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zu 13. Schulstufe mitmachen können, ohne zuvor bestimmte Informatikkenntnisse erworben zu haben. Die Aufgaben bestehen aus logischen Tüfteleien, die gedankliche Abfolgen erfordern, die Algorithmen entsprechen, also Abläufen, wie man einem Computer „etwas sagen“ kann. „Die Inhalte der altersgerecht formulierten Aufgaben des Biber der Informatik reichen (beispielsweise) von systematischer Organisation von Daten über die Formulierung und Durchführung von Handlungsabläufen sowie die Interpretation und Darstellung von Daten bis zum richtigen Verhalten im Web.“1  Da Informatik in der AHS nur in der fünften Klasse ein verpflichtendes  Schulfach ist und wir uns in diesem Jahr hauptsächlich auf Anwendungen beschränken müssen, nehmen wir  gerne die Gelegenheit wahr, wenigstens ein paar Stunden mit informatischen Aufgabenstellungen zu verbringen und der  Wettbewerb liefert dafür einen motivierenden Anlass. Er findet immer im November statt und 24 europäische Staaten nehmen daran teil.

Heuer haben wir den Schritt über den Informatikunterricht hinausgetan und die beiden Informatikräume die ganze Woche lang für die „Öffentlichkeit“ gesperrt und so viele KollegInnen wie möglich zum Mitmachen bewogen – bei den MathematikerInnen läuft man offene Türen ein, bei den übrigen muss man ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten. Jedenfalls haben Mädchen und Buben aus allen Jahrgangsstufen mitgemacht und viele haben gute Ergebnisse erreicht. Die meisten machen sehr gerne mit, weil sie aussuchen können, ob sie allein oder zu zweit arbeiten wollen. In Österreich haben 17641 SchülerInnen mitgemacht, von unserer Schule 449 (von knapp unter 800).

biber2015

Einerseits bietet der Wettbewerb eine hervorragende Gelegenheit, die Idee Informatik unter die SchülerInnen zu bringen, andererseits ist es faszinierend zuzusehen, wie sich manche Kinder von den Problemen einfangen lassen und an den Lösungen tüfteln. Einigen fällt das unglaublich leicht, andere haben Hürden zu überwinden, vor allem die „ich kann das nicht“. Einige sind immer darunter, bei denen zu sehen ist, wie sie einfach diese Art des Denkens ganz von selbst beherrschen, unabhängig vom Alter, Begabungen und Interessen lassen sich feststellen und manchmal fördern.

In den vier Altersstufen habe wir einige, die österreichweit die besten oder unter den besten sind: Drei Teams der 1. und 2. Klassen haben bei die volle Punktezahl erreicht, drei weitere sind nicht weit dahinter, ein Schüler der 8. Klasse ist bei den Viertbesten (bei gleicher Punktezahl). Auch in den mittleren Jahrgängen gibt es sehr gute Ergebnisse, im Bundesland Salzburg sind viele SchülerInnen unter den besten 10. Wer nachschauen will: http://www.ocg.at/biber15-die-besten.

Die Aufgaben der vorangegangenen Jahre werden von der Österreichischen Computergesellschaft zur Verfügung gestellt – mit Lösungen.

(juhudo)

 

1  Gerald Futschek: Biber der Informatik. http://blog.ocg.at/2015/12/biber-der-informatik-2015/

 

 

 

 

 

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