Das war der Schüleraustausch, Teil 1

Ich gebe zu: Ganz sicher war ich mir im Vorhinein nicht, ob das mit dem Schüleraustausch wirklich sein müsste. Mehr als einmal hegte ich Zweifel, ob es tatsächlich so eine gute Idee sein würde, den Austausch, den eine engagierte, mittlerweile pensionierte Lehrerin vor vielen Jahren ins Leben gerufen hatte und der zwischenzeitlich etwas eingeschlafen war, zu reaktivieren. Dem Kollegen aus La Rochelle erging’s nicht anders, wie ich mittlerweile weiß. Auch er war nicht von Anfang an Feuer und Flamme. Aber wie das halt so ist, irgendwann sind die Planungen im Laufen und die ersten Buchungen durchgeführt. Dann muss man das Ding durchziehen. Und das ist gut so. Finden wir jetzt beide. Denn wir haben großartige Begegnungen erlebt und alle schlichtweg wunderschöne Tage miteinander verbracht. SAM_1376

Neun mehr oder weniger schüchterne und von der langen Reise erschöpfte Jugendliche aus dem Lycée Fénelon in La Rochelle und ebenso viele aufgeregte und nicht minder schüchterne Jugendliche aus dem WRG trafen letzten Mittwoch auf dem Salzburger Hauptbahnhof zusammen. Und garantiert mehr als einer von ihnen fragte sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls, was das eigentlich alles solle.

Aber die Jugendlichen haben sich einen Ruck gegeben, sie sind aufeinander zugegangen, haben sich kennengelernt, sie haben Zeit miteinander verbracht, ihren Alltag gemeinsam erlebt, sich ihr Leben, ihre Schule und ihre Stadt gezeigt. Die einen haben sich geöffnet und sind eingetaucht – in die fremde Stadt und die fremde Familie. Die anderen haben sich geöffnet und den unbekannten Schüler / die unbekannte Schülerin aufgenommen – bei sich zu Hause und in ihrem Alltag. Beide Seiten haben sich bemüht sich zu verständigen, einander zu verstehen. Ich bin beeindruckt, was für ein dickes Band in den wenigen Tagen entstanden ist, wie sich  echte Freundschaften gebildet haben.

Als sich neun Jugendliche aus La Rochelle gestern von ihren österreichischen Partnerschülern verabschiedeten, war spür- und sichtbar, was und wieviel ein Schüleraustausch innerhalb von nur wenigen Tagen leisten und bewirken kann. Es war nicht weniger als ein Lernen und Erfahren tatsächlich fürs Leben, das hier stattgefunden hatte und – das ist überhaupt das Beste 😉 – das nunmehr erst seinen Anfang genommen hat. Denn: Im April wird der Austausch fortgesetzt. La Rochelle, wir kommen!

Hier noch ein paar Stimmen aus La Rochelle im Original. Großes Kompliment an alle Gastfamilien:

J’ai bien aimé le programme et les temps libres avec les autrichiens étaient très sympas. Merci pour tout, pour votre accueil et votre gentillesse.

J’ai passé une excellente semaine à Salzburg. Le week-end s’est bien passé aussi, nous avons fait des activités très cool.

La ville est sublime. Les familles sont très accueillantes et c’est très important de passer un week-end en famille. J’arrivais à communiquer facilement et j’ai beaucoup appris. PS: C’était un peu court!!

J’ai été agréablement surprise par ce voyage, je ne pensais pas autant m’attacher à des gens. J’adore ma correspondante.

J’ai beaucoup apprécié mon voyage à Salzburg. Ma famille d’accueil était vraiment géniale. J’espère garder contact avec ma correspondante et peut-être un jour revenir à Salzburg.

J’ai aimé ma famille d’accueil car je n’ai pas eu l’impression d’être une étrangère dans la famille. L’école m’a aussi beaucoup plu. Je trouve Salzburg magnifique et je reviendrais avec plaisir. Merci pour tout, à bientôt!

Vous êtes adorables. Merci à vous! Et à bientôt! 🙂

(nemo)

 

 

 

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