1. Klasse – Zwischenbericht

halloWas bisher geschah:
Vor allem kann ich mich glücklich schätzen – mein 25-er Rudel leistet sich keine Außenseiter oder schwierige Fälle. Alle sind neugierig, arbeiten und haben ihr Schulzeug (meistens) mit und machen die Hausübungen. Am Elternsprechtag habe ich ausschließlich gehört, dass die Kids gut im Gymnasium angekommen sind, freudig in die Schule gehen und gut gelaunt heimkommen.Natürlich hat es die eine oder andere Träne gegeben, als einmal ein Dreier bei den Noten dabei war oder der Schlüssel (und der Ersatzschlüssel) für den Garderobenspind vergessen oder gar selbst eingesperrt wurde, aber mittlerweile wissen alle, wen sie um Hilfe fragen müssen. Und die elf Buben empfinden sich natürlich manchmal ungerecht behandelt, da drei weniger als Mädchen, aber wir lassen natürlich auch die Minderheiten leben ;-).

Die Sitzordnung wird mittlerweile 14-tägig aktualisiert, weil gefühlte zwanzig Kinder in der ersten Reihe sitzen wollen und da nur acht Platz haben. Normales Prozedere: Alle gehen raus, ich ziehe einen Namen und der oder die kann Freund oder Freundin mitnehmen und einen Platz wählen. Die, die sich am Ende an einem besonders ungeliebten Platz finden, werden das nächste Mal vorgezogen. Nur die letzten beiden Wochen vor den Weihnachtsferien habe ich bestimmt: Mädchen und Burschen abwechselnd – sie waren anfangs sehr unzufrieden, haben es aber akzeptiert, weil ich versprochen habe, es nur ein einziges Mal so zu machen. Als ich zum Abschluss gefragt habe, ob es sehr schlimm war, haben viele genickt, manche gemeint, es wäre schon gegangen und ein Mädchen hat gemeint, dass der Bub neben ihr noch viel alberner sei, als es gedacht habe. MIR ist aufgefallen, dass es doch um einiges ruhiger in der Klasse war…

Abgesehen von den beinahe durchwegs erfreulichen schulischen Leistungen versuche ICH eine Klasse zusammenzubringen, während SIE unbedingt an der Zweiteilung der Buben und Mädchen festhalten wollen. Da wir eine Stunde Soziales Lernen im Stundenplan haben, spielen wir eine Menge Spiele, die nach gemeinsamer Problemlösung rufen – aber SIE sind da immer recht kreativ  und unterwandern meine Bemühungen. 😉

Aber Erfolg: Am Jahresende wird bei uns in der Schule ein großes Hallenfussballturnier veranstaltet, an dem viele Mannschaften (auch Mädchen spielen mit und wir haben eine tolle Mädchenmannschaft!) von der ersten bis zur achten Klasse teilnehmen. Die Kleinen müssen sich meist altersmäßig ein bisschen hocharbeiten, bis sie gewinnen können („Unfair!“), aber es geht ja vor allem um den Spaß. Und die Bubenmannschaft MEINER Klasse hatte die besten und lautesten Cheerleader, die ich bisher gehört habe! Mit drei Anfeuerungssprüchen und Plakaten und den klatschenden Fächern, von denen ich nicht weiß, wie sie heißen!!! Den beiden Buben, die nicht mitgespielt haben, war es furchtbar peinlich. (juhudo)

PS: Mit einem so schönen Tafelbild wie oben werde ich öfter empfangen.

 

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