Schulentwicklungsfrühstück

Ja, wir treffen uns auch in den Ferien. Und dann reden wir u. a. über – die Schule! Eh klar. Wir teilen in diesem Bereich Interesse und Leidenschaft und wir sind uns seeehr einig darin, dass wir unseren Arbeitsplatz besser machen wollen. Im Lauf des Gedankenhin- und herwerfens entstehen so mehr oder weniger genaue Ideen und Pläne. Je länger, desto konkreter wird es. Auf diese Weise ist heute Vormittag Folgendes entstanden:

  • Wir wollen die Ergebnisse einer Dienststellenversammlung von vor Weihnachten, in der viel Frustration thematisiert werden konnte, weiter bearbeiten. Zuerst einmal in der DeutschlehrerInnengruppe, danach mit allen. (He, he, ich kommentiere jetzt in Blau dazu.) Also: Es geht darum, noch genauer nachzufragen, was genau wir als belastend, einschränkend, frustrierend, demotivierend empfinden und warum. Anschließend würde ich gerne Vorstellungen sammeln, was Abhilfe schaffen könnte. Also, was bräuchte es, damit diese Belastungen etc. geringer würden? Einfach einmal sammeln und schauen, was da kommt. Wichtig erscheint mir, dass es nicht nur im Problemewälzen verhaftet bleibt, sondern in Richtung Lösungsmöglichkeiten weitergedacht wird.

     

  • Visionen, Visionen. Ein Problem ist, dass uns immer gleich einfällt (leider nicht grundlos), was wahrscheinlich alles nicht geht. Da will Monika endlich einmal drüber hinaus. Und recht hat sie! Wir werden zwar an allen Ecken und Enden eingebremst, aber ETWAS kriegen wir ja vielleicht doch hin, von dem unsere Kids und wir profitieren können. Mir fällt da immer ein, dass ich selbst in der Schule einmal eine Erörterung zum Thema „Die Idealisten, nicht die Realisten treiben die Welt“ schreiben durfte. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so idealistisch veranlagt wie früher, aber Visionen, Möglichkeitsräume, Denk- und Versuchsanordnungen haben’s mir schon immer noch angetan.
  • Wir wollen uns an Freiräumen zurückholen, was geht. Eine intelligente Anwendung der Neuen Oberstufe, Teamteaching, Wissensmanagement, die Lehrpläne bis aufs Allernotwendigste entrümpeln – Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben und nix. Und dann wieder aufbauen. Ja, wirkliche Freiräume nämlich. Man müsste die Überzeugung und das Zutrauen haben, dass daraus schon etwas entstehen würde. Hundertprozentige Sicherheit gibt’s keine. Aber höchstwahrscheinlich ergäbe es schon was, wenn man KlassenlehrerInnen gemeinsam nachdenken ließe. Wenn man sich in Ruhe zusammensetzen und überlegen würde: Was machen wir in diesem Schuljahr? Was soll unser Jahresthema sein und wie könnten wir es gemeinsam, alle Fächer zusammen, angehen? Mich würde das so reizen. Wenn ich mir vorstelle, wir hätten in diesem Jahr z. B. das Thema Flucht und Migration gemeinsam angepackt. Für Deutsch, die Fremdsprachen, Geschichte, Geographie, Religion/Ethik, Informatik, Psychologie, BE, Musik würde mir schon ohne viel nachzudenken und ganz alleine genug einfallen. Was könnte da erst in der Gruppe entstehen! Und ich bin davon überzeugt, dass alle Fächer etwas beizutragen hätten. Auch in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik würden sich Anknüpfungsmöglichkeiten finden. Und was spräche dagegen, im Jahr darauf ein stärker naturwissenschaftlich ausgerichtetes Jahresthema (z. B. Klima) zu beackern?
  • Ach, und wenn dann auch noch endlich diese blödsinnigen 50-Minuten-Einheiten wegfielen und dieser Standardisierungs- und Überprüfungswahn, und – ok, ich höre jetzt wieder auf.

Und ich hab gleich gesagt, ich schreib das Wichtigste auf. Die Katze hat mitgeholfen ;-). Danke fürs sofortige Zusammenschreiben! (nemo)

chichi

 

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