Sprache ohne Kultur?

Letztes Jahr im Sommer habe ich dazu – eingedenk dessen, was ich kurz davor bei der ersten Matura im neuen Format in den Fremdsprachen miterlebt hatte – ausführliche Überlegungen angestellt. Nun ist der Artikel in den Romanischen Studien erschienen.

Darin betrachte ich die Auswirkungen der Kompetenzorientierung in den Fremdsprachen und stelle die Frage nach der Aufgabe von Fremdsprachen im Kontext einer humanistisch orientierten Allgemeinbildung. Etwas zugespitzt, vielleicht auch ein bisschen polemisch,  postuliere ich, dass eine ausschließliche Ausrichtung am Kompetenzparadigma, wie es gegenwärtig bei der Reifeprüfung in Österreich der Fall ist, bildende Inhalte verflacht oder sogar ausschließt, Sprache entkulturalisiert sowie entpolitisiert.

Wer mag, kann den gesamten Text hier online lesen. Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.

Im Mai findet zu diesem Thema übrigens eine Tagung in Gießen (Deutschland) statt. Unter dem Titel Abschaffung der Literatur? soll eine Positionsbestimmung der Literaturwissenschaft „in schwierigen Zeiten“ versucht werden. Ich bin gespannt, ob dabei neue Erkenntnisse zu Tage treten. (nemo)

 

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