La Rochelle, la belle: Schüleraustausch Teil 2

Ja, wir haben’s geschafft. Was niemand für möglich hielt, hat stattgefunden: Auf die Minute pünktlich sind wir am Montagabend (25. April) in La Rochelle angekommen. Losgefahren mitten in der Nacht (Treffpunkt 3.15 Uhr!), Schienenersatzverkehr bis Freilassing, heftiger Schneefall in Oberbayern, Umleitung über Holzkirchen, keine fünf Minuten zum Umsteigen in München – und trotzdem saßen wir irgendwann im TGV und brausten mit 320 km/h nach Paris. Danach konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ein paar ordentliche Hürden zum Aufwärmen und der Rest kommt dir vor wie ein Klacks. 😉

Was soll ich sagen? Unsere Woche in La Rochelle war einfach wunderbar. Herzliche Gastfamilien und liebe „correspondants“, perfekt organisiertes und vielfältiges Programm (Merci, Sven!), 13 super Schülerinnen und 1 ebensolcher Schüler, wunderschöne Ausflüge – und das alles fast durchgehend bei Sonnenschein. Besser geht echt nicht, finde ich. DSC03923

Wie viel Schüler bei so einem Schüleraustausch lernen, ist unglaublich, in sprachlicher, kultureller, landeskundlicher, sozialer und persönlicher Hinsicht. Das Miterleben des Alltags in den französischen Familien, Essgewohnheiten, Rituale, kulinarische Besonderheiten, die Unterschiede im Schulsystem und im Unterricht, das Leben gleichaltriger Französinnen und Franzosen, die Stadt La Rochelle mit ihrer reichen Geschichte, das Meer, die Inseln, das Hinterland mit dem idyllischen Marais Poitevin. Und das alles eingebettet in die französische Sprache. Es war so schön mitzuerleben, wie die SchülerInnen mit jedem Tag in dieser Woche im wahrsten Sinne des Wortes reicher geworden sind. Eine Erfahrung, die kaum wertvoller sein könnte.

Auf der Rückfahrt habe ich die SchülerInnen gebeten, die Woche kurz Revue passieren zu lassen. Dafür habe ich ihnen extra schöne à la française linierte Feuilles doubles ausgeteilt. Gestern habe ich die Bögen unserem Direktor zu lesen gegeben. Sobald ich sie wieder habe, werde ich ein paar Zitate daraus in den Blog stellen. Nur schon soviel vorab: Die Rückmeldungen bekommen einen Ehrenplatz in meinem Schatzkästchen schöner Schulerinnerungen …

Ja, und wir Lehrerinnen? Auch wir haben eine wundervolle Woche verbracht. Zu wissen, dass die SchülerInnen gut in den Familien untergebracht sind, löste allabendlich ein wohliges Gefühl aus, das es erst ermöglichte, das ebenso perfekt organisierte und tolle „Programme des profs“ (Merci, Sven!) in vollen Zügen zu genießen. Jazzkonzert, Kino oder Theater am Abend – und am Morgen darauf wieder mit dem Fahrrad am Meer entlang zur Schule. Französischlehrerinnenherz, was begehrst du mehr? (nemo)

DSC03911

PS: Auf der Schulhomepage des WRG gibt’s auch noch ein paar Fotos .

 

4 Gedanken zu “La Rochelle, la belle: Schüleraustausch Teil 2

  1. doris junghuber schreibt:

    Ich freu mich, dass es nach den organisatorischen Schwierigkeiten so gut für euch gelaufen ist. Das hast du dir wahrhaftig verdient!

    Gefällt mir

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