Handball- und andere Turniere

tableHandballMehrere Klassen gleichzeitig im Turnsaal, lauter Jubel bei tollen Angriffen oder gar Toren, an den Tagen zuvor geprobte Schlachtrufe („1d Supergirls, hoi, hoi, hoi“ oder „Auf gehts, die Brennenden Bälle kämpfen und siegen“), mehr oder weniger kreative Teamnamen, Trubel den ganzen Tag lang. Im Vorfeld freudig erregte Kinder – besonders die der ersten Klassen -, die sich schon seit Tagen Aufstellungen und Spieltaktiken überlegen und ihre Gegner einzuschätzen versuchen. Wie die Großen halt.

Am Turniertag wurlt’s dann in der großen Turnhalle, die sonst nur gedrittelt zur Verfügung steht und alle sieben Minuten spielen zwei neue Mannschaften. Zuerst die Unterstufenmädchen und -buben, meistens geschlechtergetrennt, aber manchmal auch schon gemischt, weil Mädchentore doppelt zählen (Taktik, wie schon erwähnt ;-)), und da das Turnier jetzt schon seit ein paar Jahren abgehalten wird, kann auch jemand wie ich erkennen, dass das Niveau steigt. Alle kennen jetzt die Handballregeln und spielen um einiges besser. So ein Ereignis wirkt sich auf den Sportunterricht und die Motivation ganz schön aus. Das Gleiche lässt sich – was die Mädchen betrifft – auch vom ebenfalls jährlich stattfindenden Fußballturnier behaupten.

Anlässlich dieser Events kann man einiges beobachten, was den Klassen- oder auch Gruppenzusammenhalt betrifft. Die Mädchen, die sich sonst deutlich von den Burschen ihrer Klasse abgrenzen wollen, feuern diese lautstark an – und umgekehrt („Letztes Mal haben sie uns sooo gepusht, das machen wir jetzt auch!“). Gruppen, die aus zwei oder mehreren Klassenteilen bestehen, schreien für die, die im Alltag ihre „Gegner“ sind. LehrerInnen befinden sich im Interessenskonflikt ;-).

Was ich noch erwähnen möchte: Die Organisation und Durchführung dieses Turniers bedarf so zwischen Matura, Abschlussprüfungen und Schulschluss noch eines ziemlichen Kraftaufwandes. Es ist nicht selbstverständlich und der Kollege, der es übernommen hat, hat schon auch überlegt, ob er es wieder machen soll. Aber wenn er hört, wie die SchülerInnen es schätzen, kann er einfach nicht anders. Danke! (juhudo)

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