FerienÜBERreif

So, heuer war es auch bei mir so weit – ferienÜBERreif. Ich bin lang davongekommen und habe meine unterrichtsfreien Tage oft mit Fortbildungen oder anderen Arbeiten begonnen und mich damit nicht belastet gefühlt. Diesmal stand ich während des letzen Blocks des Kommunikationslehrgangs der PH (darüber habe ich mehrere Mikroartikel verfasst) vor der Aufgabe, eine feurige Rede zu halten und kämpfte mit den Tränen, weil mir kein Thema einfiel und ich das Gefühl hatte, nichts mehr zu sagen und vor allem zu geben zu haben. Ich fühlte mich völlig leer und abgeschnitten von meinen Fähigkeiten. Am Freitag davor ging es mir während des Abschlussgottesdienstes in der Kollegienkirche ähnlich, weil ich durch die unglaublich unpassende Akustik nichts als Sesselrücken und Kinderschwätzen wahrnahm und mich daran aufrieb, meine Kids des ersten Klasse ruhig zu halten. Und, was mir zum ersten Mal in meinem Leben passiert ist: Plötzlich musste ich mir Gedanken darüber machen, ob ich den E-Herd wohl abgedreht hätte oder das Haus, in dem sich meine Wohnung befindet, wohl schon abgebrannt sei.

So kenne ich mich nicht und so will ich mich nicht kennen! Ob ich Monikas Vorsätzen  folgen will, weiß ich noch nicht, aber den Schulschluss muss ich irgendwie anders gestalten. Darauf lauern, dass der gedruckte Jahresbericht eh noch kommt, ist nicht meine Aufgabe. Personalvertretungsjobs mit KollegInnengesprächen (diesmal viele) schon. Ob ich in dieser Rolle Gutscheine besorgen muss, Termine nicht aus den Augen verlieren darf und in der letzten Konferenz noch was sagen muss nicht unbedingt. Vielleicht gehe ich nächstes Jahr mit einer Klasse zu den Happy Days ins Kino als doch planungs- und arbeitsintensive Trickfilmworkshops abzuhalten. By the Way: Alles klappt nur, weil wir in der KollegInnenschaft extrem gut zusammenarbeiten!!! Der Klassenvorstandsmittwoch wird mir bleiben und die Zeugnisverteilung auch. Die war aber extrem positiv für meine Klasse: 17 ausgezeichnete Erfolge, 5 gute und nur zwei SchülerInnen haben „normal“ bestanden. Ein einzelnes „Genügend“! Die Kids werden im nächsten Schuljahr motiviert weitermachen!

Ich auch. Jetzt aber bin ich erst einmal froh, dass die nächsten Wochen keiner mehr was von mir will! (juhudo)

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