Kommunikationslehrgang 2015/16

der PH Salzburg.

Ich habe ja schon hier, hier und hier in der Form von Mikroartikeln über drei der vier Module geschrieben, zehn Tage, die vor, während und nach dem Schuljahr 2015/16 stattgefunden haben und erfreulicherweise mit drei Folgeseminaren fortgesetzt werden.

Man muss nichts zusätzlich zu den Präsenzveranstaltungen arbeiten, aber wenn man die 6 ECTS will, die vergeben werden können, bleibt einem nichts übrig, als sich mit dem Material noch einmal auseinanderzusetzen und die Selbststudienanteile zu dokumentieren. Weil ein bissl Streberin, habe ich das gerade erledigt und meine früheren Blogeintäge waren da recht hilfreich :-).

Kurzes Fazit vorweg: Erfahrene, tolle ReferentInnen, ein sehr gutes Umfeld mit dem Bildungshaus in Strobl am Wolfgangsee und unglaublich liebeswürdige, offene, arbeitswillige Kolleginnen machen diesen Lehrgang zu einem Highlight der Ausbildungen meiner LehrerInnenlaufbahn! Der dritte Faktor kann natürlich nicht eingeplant werden, aber jeder/jedem, die/der kann, empfehle ich diesen Lehrgang uneingeschränkt, wenn man bereit ist, sich mit sich selbst und seinem Verhalten wieder einmal etwas genauer auseinanderzusetzen. Es war nicht alles neu für mich, aber in diesem Kontext sehr erkenntnisreich.

Ich greife aus jedem Seminartermin noch einmal das heraus, was mir am wichtigsten erscheint:

Modul A: Sprechen – Zuhören – Informieren mit Hannes Horngacher

Hirnforschung ist eines der großen Steckenpferde des Trainers und er hat uns an seinem großen Wissen darüber teilhaben lassen, z.B. darüber, wie die Neurotransmitter Dopamin  und Cortisol das Lernen beeinflussten oder es hemmen können. Dopamin entsteht bei Freude, Spaß, eigenem Erfolg und gemeinsamem Arbeiten. Aber auch EIN BISSCHEN Frustration kann stimulierend sein, d.h. nicht IMMER loben oder belohnen. Wenn sich ein Aha! einstellt, strömt das Dopamin.
Beispiel: 3×3 Punkte aufzeichen, die durchgehend mit geraden Linien miteinander verbunden werden müssen. („Man muss über das Quadrat hinausdenken!“)

Dopamin

Modul B: In Teams arbeiten – Teams leiten mit Jürgen Albrecht

In diesem Block habe ich vor allem von den vielen Rollenspielen profitiert und von meinen KollegInnen einiges abschauen können. Viele können viel stukturierter an ein Thema herangehen und erreichen mehr als ich mit meinem „Gib mir ein Problem, ich will es sofort lösen, hechel!“. Weil wir so viel geübt haben, konnte ich manches schnell in meinen Klassen umsetzen.

Modul C: Beratung und Aggressionsauflösung mit Heinrich Salfenauer

Zuerst dachte ich, dass dieses Thema mit mir und meinem Beruf nicht sooo viel zu tun hat, aber ich habe vor allem gelernt, dass man jedes formelle Gespräch strukturieren kann und es auch sollte, indem man mit der Partnerin/dem Partner Vereinbarungen trifft, auf die sie/er sich einlassen kann. Vor allem ist wichtig, dass ALLE Probleme auf den Tisch gelegt werden, keine Wertung seitens der Beraterin oder des Beraters erfolgt und Ziele formuliert, an denen das Ergebnis gemessen werden kann. Zeit lassen, viele Fragen stellen, die Antworten nicht vorweg nehmen sind vielleicht die wichtigsten Punkte. Besonders gefallen haben mir die so genannten hypothetischen Fragen, die eine Lösung beschreiben und die Konsequenzen klar machen können, die dafür erfüllt werden müssen:

  1. Einleitung: angenommen…gesetzt den Fall….was wäre, wenn…
  2. Zielbeschreibung: Was wäre gelöst?…Wo hätten wir eine Übereinstimmung?
  3. Konsequenz: Was hätte sich geändert?…Was würde etwas anders machen?…Was wäre passiert?

Modul D: Argumentieren – Diskutieren – Überzeugen mit Angelika Falkner

Mit Angelika Falkner fand ich wahrscheinlich die Trainerin vor, die die persönlichen Eigenheiten einer Person am meisten zulassen kann. Sätze wie: „Man kann nicht still stehen, wenn einen das Thema bewegt.“, „Blickkontakt ist unbedingt nötig, denn sonst gehen einem die Worte aus.“ oder „Schnell sprechen kann man kaum abtrainieren, mach lieber mehr Pausen“ waren sehr klar und hilfreich für mich. Spaß am Thema und der Situation haben und emotional hinter seinem Thema stehen, weil das einfach wirkt, sollte ich als Lehrerin sicher auch viel öfter betonen!

Und auch durch den Tipp der „Gewaltfreien Kommunikation“ von Marshall Rosenberg habe ich viel gelernt – als Hörbuch während des Autofahrens.

(juhudo)

 

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