Faschingsdienstag – ein Demokratieprojekt

Am WRG verläuft der Faschingsdienstag anders. War ich in meiner eigenen Schulzeit und in meinen ersten LehrerInnenjahren entweder damit beschäftigt, die PädagogInnen zu „was anderem als Unterricht“ zu überreden oder mich von meinen SchülerInnen dazu überreden zu lassen, wurde hier der Weg nach vorne angetreten. Machen wir etwas daraus. Ein Projekt für die ganze Schule! Fast alle Klassen machen mit, die (sehr wenigen) anderen haben natürlich Unterricht.

Mitmachen heißt etwas aufführen. Tanzen, Turnen, Comedy – es soll die ganze Klasse aktiv an diesem Ansinnen beteiligt sein. Und das Ganze darf nur wenige Minuten lang dauern.

Herausforderung!

Mit vier Wochenstunden Deutsch (in der Unterstufe) und vor allem auch als Klassenvorstand komme ich jedes Jahr mit mehreren dieser Unternehmungen in Berührung. Und es ist NICHT leicht, dass sich Mädchen und Burschen, Extrovertierte und Introvertierte, Pubertierende und die, die noch nicht so weit sind oder schon durch, oder die, die sich selbst noch sehr ernst nehmen, und die, die es zulassen können, dass über sie gelacht wird, auf EINEN Auftritt einigen können.

Deshalb Demokratieprojekt!

Vorschläge werden vorgebracht, es wird mehr oder weniger lautstark diskutiert, verworfen oder angenommen, ausprobiert und in der doch geringen Zeit, die wir für Proben zur Verfügung stellen können, zur Platzreife gebracht. Einige setzen sich mit ihren Ideen durch, können die Mehrheit überzeugen, entwickeln gemeinsam weiter. Andere müssen das akzeptieren, ihre Enttäuschung überwinden und hoffentlich doch mitmachen. Und es muss auch ausgehalten werden, dass sich einzelne entziehen und nach vielen Gesprächen doch nicht mitmachen wollen und trotzdem ein Teil der Klassengemeinschaft bleiben.

Vor allem die Kleinen warten mit Spannung darauf und wollen Großes leisten. Besonders freue ich mich über meine erste Klasse. Die Mädchen haben einen gar nicht einfachen Tanz erarbeitet, die Buben hiphoppen. Während der Proben haben die Buben spontan angefangen, bei den Mädchen mitzumachen, einige haben die schwierige Choreographie voll drauf. Ich habe sie ermuntert und die Mädchen haben sich dann am Hip Hop versucht. Einfach so. Einfach aus Spaß miteinander. Einfach aus Freude an der funkigen Musik.

(juhudo)

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