„Ein Wettrennen namens Bildung“

… heißt der Artikel, den ich kürzlich im Standard veröffentlicht habe. Der Titel  stammt nicht von mir, ich finde aber, dass er recht gut passt. Das Bild, das zu dem Artikel gestellt wurde, gefällt mir weniger. Es lenkt den Fokus meines Erachtens zu sehr in Richtung Gesamtschule. Darum geht’s in dem Beitrag zwar auch, aber nicht im Kern.

Einige Menschen haben mich gefragt, wie man eigentlich dazu kommt, einen Artikel im Standard zu publizieren. In meinem Fall war’s so: Es gibt in dieser Tageszeitung eine Rubrik namens „Kommentar der anderen“, in der meinungsorientierte Beiträge unterschiedlicher Art und Herkunft, die über die Dimension eines Leserbriefs hinausgehen, erscheinen. Als Standard-Leserin, wie ich eine bin, kennt man diese. Alles, was ich also tun musste, war, meinen Text an die Redaktion zu schicken – und ein wenig zu kürzen.

Ich nehme an, das zuständige Redaktionsteam liest die eingehenden Beiträge und entscheidet dann, welche davon gedruckt werden und welche nicht. Nach welchen Kriterien die Texte ausgewählt werden, weiß ich nicht. Wenn ein Thema gerade nicht passt, vielleicht zu spezifisch ist oder der Platz im Printmedium fehlt, wird man an die Redaktion des Online-Standards verwiesen. Dann erscheint der Text dort als Userkommentar.

Mich freut jedenfalls, dass man in einer österreichweit erscheinenden Qualitätszeitung ebenso einfach wie ausführlich Stellung beziehen kann. Aber auch die Tatsache, dass man mit einem Zeitungsartikel nach wie vor – zumindest im kleinen Stil – Debatten auslösen, Reaktionen hervorrufen, Diskussionen anzetteln kann, finde ich gut. Nicht, dass mich jeder Online-Kommentar begeistern würde 😉 , aber die vielen positiven, zustimmenden, weiterdenkenden und auch die freundlich-kritischen Stellungnahmen im Internet oder auch per Mail stimmen mich zuversichtlich. Offenbar gibt es schon immer noch eine Diskussionskultur, die diesen Namen verdient.

(nemo)

PS: Obwohl der Platz, der mir vom Standard für meinen Beitrag eingeräumt wurde, durchaus üppig ist, war der Text, so wie ich ihn ursprünglich verfasst hatte, noch um einiges länger. Vor allem meine eigene Biographie wollte ich gerne etwas ausführlicher darstellen. Mir kommt vor, dass in der längeren Version eben doch mehr Zwischentöne und Nuancierungen vernehmbar sind, die insgesamt ein authentischeres Bild ergeben und vielleicht auch meine These ein bisschen besser erklären. Deshalb habe ich mir gedacht, ich stelle die Originalversion des Textes einfach hier in den Blog: Bildungsmythen und Diskurse

 

 

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