Der Helpdesk in den Zeiten der Corona

Drei Menschen sind wir in der IT-Crowd des WRG. So bezeichnen wir uns seit ein paar Tagen, aber auch die Kolleginnen und Kollegen schreiben uns so an, weil unsere Arbeit seit dieser Woche auch anders läuft als sonst.

Heute vor einer Woche, am Freitag, dem 13.(!), schleusten wir noch alle OberstufenschülerInnen durch unsere beiden Computerräume und frischten ihre „Moodle“-Kenntnisse auf. „Moodle“ ist der Name unserer Lernplattform, die wir seit 2008 oder länger betreiben. Im Informatikunterricht der 5. Klassen und in den entsprechenden Wahlpflichtfächern stellt sie das „Schulübungsheft“ dar. Und seit drei Jahren haben wir eine unverbindliche Übung zur digitalen Grundbildung, auch da kommt Moodle zum Einsatz. Unser Vorteil: fast alle SchülerInnen finden sich damit zurecht.

Also Freitag, 8:00 bis 14:00, jede halbe Stunde eine neue Klasse, aber die Großen kennen sich ja aus. Überrascht haben mich zum Abschluss noch eine dritte und eine vierte Klasse, die mehr als fit waren – alles funktionierte beinahe noch schneller. Und ich war fix und foxi am Ende – Konzentration finito. Aber dann war ja Wochenende.

Als am Samstag klar war, dass wir am Montag das nicht noch in größerem Umfang mit den UnterstufenschülerInnen und den KollegInnen durchziehen müssen, war ich einerseits erleichtert, andererseits doch etwas besorgt, ob unser Vorhaben gelingen könnte. Ok, nur ein ganz kleines bisschen, wir sind nämlich ein tolles Team in unserer Schule.

Alle SchülerInnen waren mit Schul-Email-Adressen versorgt, die Eltern und die KollegInnen informiert und wir haben beraten, unterstützt, ein Tutorial geschrieben, E-Mails abgearbeitet, Telefonanrufe beantwortet, erkannt, was andere von Moodle brauchen, ein neues Design installiert, das allen Bedürfnissen gerechter wird und besser aussieht, getestet, eine neues Tutorial geschrieben usw.

Die ersten drei Tage waren ganz schön lang, ich hab wesentlich mehr gearbeitet als an einem normalen Schultag. Aber alle Anfragen waren geduldig und freundlich und wir haben versucht, so schnell wie möglich zu antworten. Und siehe da: Seit gestern (dem vierten Tag) wird es ruhiger, die Anfragen werden spezieller, es wird erkundet, was die Lernplattform kann (vieles).

Meine zwei Kollegen, die unsere Schulserver administrieren, haben im virtuellen Hinterhof viele Probleme gelöst, die hoffentlich nach außen gar nicht ersichtlich wurden, und sie tun es immer noch.

Wie alle, LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern lernen gemeinsam, wie ein so breit aufgestelltes Distance Learning funktioniert. Anscheinend geben wir momentan eher zu viele Aufgaben und die Eltern der Jüngeren sind sicher ganz schön gefordert, ihren Kindern bei der Verwaltung der Aufgaben zu helfen.

Noch sind alle besonders motiviert. Es wird sich regeln. Und wir sind gut aufgestellt, auch wenn nach den Osterferien noch keine Normalität eintritt. Und außer Moodle haben wir noch die virtuellen Treffen in der Hinterhand. Aber jetzt ist es erst einmal gut, dass wieder Wochenende ist und ich zu meinen Aufgeben als Deutsch- und Informatiklehrerin komme.

(juhudo)

 

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