Studientag Neue Autorität und Achtsamkeit (Fortbildung)

Wie komme ich als Deutsch- und Informatiklehrerin zu diesem Thema? Noch dazu, wenn im Titel zwei Begriffe vorkommen, die sich für mich recht eigenartig anhören. „Neue Autorität“, wenn die alte schon damals noch als Schülerin für mich recht fragwürdig war? Gegen „Achtsamkeit“ ist ja an sich nichts einzuwenden, aber meine Vorgehensweise ist ja eher mit Schwung an eine Sache herangehen und damit andere mitzuziehen.

Da ist es gut, dass ich eine mittlerweile erwachsene Tochter habe, die mich auf die Bedeutung von Themen aufmerksam macht, die mich bisher noch nicht so interessiert haben. Diesmal also „Neue Autorität“. Und das Programm der Privaten PH der Diözese Linz sah recht vielversprechend aus. Wer nachschauen will, hier kann das Programm eingesehen werden. Und das Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels ist ein schönes Ambiente für eine Veranstaltung mit 250 PädagogInnen.

Die Keynotes hielt die Familientherapeutin und Psychologin Helle Jensen, die ihren Vortrag sehr sympathisch damit begann, dass sie ihre frühe Bekanntheit in Dänemark einer Zusammenarbeit mit Jesper Juul zu verdanken hatte. Und sie kam schnell zu ihrem Thema:
Entwicklung und Lernen geht nur über Beziehung und diese kann man als Lehrperson nur durch Achtsamkeit, Empathie und persönliche Autorität herstellen. Aber sie hat sehr viel mehr Wichtiges gesagt und das Bildungs-TV war dabei und hat alles aufgezeichnet. Es ist gut investierte Zeit, sich das kurze Interview und die längeren Keynotes selber anzuschauen. Am besten hat mir gefallen, dass sie SchülerInnen und LehrerInnen im Blick hat und ihre Ideen für beide etwas tun können. Überhaupt hat mich schon immer gestört, dass man entweder zum Unterrichten begabt war oder eben nicht und dass in der LehrerInnenausbildung auf die Beziehungsarbeit in der Klasse überhaupt nicht eingegangen wurde. Jensen zeigt mit viel Erfahrung Möglichkeiten auf, wie man alle Kinder erreichen kann.
Absolute Empfehlung!

Ich bin mit einem kleinen Bücherstapel und Ideen für SchülerInnen, KollegInnen und Schule nach Salzburg zurückgefahren. Die Weiterbeschäftigung ist garantiert! Unter anderem auch über die Verbindung zur Resonanz nachzudenken.

juhudo

 

Fortbildungsmonat November

Ich weiß ja nicht, wieso, weshalb und warum, aber – zumindest für mich – scheint sich der November als DER Monat der Fortbildung zu etablieren. Das Programm ist ja immer schon ab Juli buchbar, da schaue ich immer gleich, was mich und meine SchülerInnen weiterbringen kann und melde mich einmal an. Man weiß ja nicht, welche Lehrveranstaltungen dann wirklich abgehalten werden, falls sich nicht genügend TeilnehmerInnen anmelden.

Das hat für heuer bedeutet:

Ich war also von 21 Schultagen fünf ganze Schultage plus einen Samstag und einen Abend mit Fortbildung beschäftigt (außerdem auch noch in den Herbstferien zwei Tage mit „Intuition in der Tiererziehung“). Damit ist aber fast alles für dieses Schuljahr abgehakt, mein Kopf ist voller neuer Inputs und ich habe kaum Zeit, alles zu verarbeiten und vielleicht das eine oder andere an meine KollegInnen zu bringen.

Man muss mir aber schon die Frage gestatten, warum sich so viele Termine um den November gruppieren – es geht ja nicht nur mir so. Da ich auch Personalvertreterin bin und über die Entscheidungen unseres Direktors, wer zu welcher Fortbildung gehen darf, informiert werde, erfahre ich, dass so manche Kollegin verzichten muss, da sonst zu viele LehrerInnen gleichzeitig aus dem Schulbetrieb weg wären und der Unterricht nicht mehr vollständig gehalten werden könnte.

Es wäre schön, wenn da ein bisschen besser verteilt würde, aber für eine Analyse des PH-Programms habe ich keine Zeit. Da berichte ich lieber über zwei meiner Fortbildungen, aber jeweils in einem eigenen Beitrag.

juhudo

Tag der offenen Tür 2018

Seit Wochen will ich endlich wieder einmal kritisch hinschauen und nachdenken über wahnwitzige Zustände im Schulbetrieb – die Sache mit den nicht vorhandenen Stunden für die Klassenvorstandstätigkeit zum Beispiel – aber ich komm‘ einfach nicht dazu. Das Problem ist, dass kritisches Hinschauen und Nachdenken viel mehr Zeit erfordert, als mir derzeit für so Spielereien wie das Schreiben von Blogeinträgen zur Verfügung steht. Die Zeiten sind dicht, wirklich dicht, vielleicht zu dicht. LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen, alle klagen darüber – ein Gegenmittel scheint uns indes nicht einzufallen. Vieles, echt vieles, zu vieles vielleicht muss offenbar sein.

Während ich also eigentlich über die nicht vorhandene Zeit im Allgemeinen und die fehlende Zeit für meine Klasse im Besonderen schreiben will, schreibe ich über den gestrigen Tag der offenen Tür bei uns am WRG. Ein riesiger Event, bei dem die ganze Schule auf den Beinen war, damit auch in Zukunft möglichst viele SchülerInnen zu uns kommen mögen. Das Werben um Schüler, die zunehmende Konkurrenz zwischen den Schulen und die damit zusammenhängenden gesamtgesellschaftlichen Probleme im Hintergrund könnte man natürlich ebenfalls einmal kritisch hinterfragen, aber … ich wiederhole mich.

Stattdessen beschränke ich mich auf die schöne Seite des gestrigen Tags der offenen Tür: Viel war los, gewuselt hat’s den ganzen Vormittag lang. Zum Auftakt um acht hat gleich der Schulchor die Gäste begrüßt. Ein wie immer wunderbarer Moment, wenn die Kinder aus Leibeskräften singen und der Musiklehrer sich voll ins Zeug legt. An normales Unterrichten war natürlich nicht zu denken, aber das ist ja auch nicht der Sinn an so einem Tag. Die Schule will sich bestmöglich präsentieren, und das Schönste daran, finde ich, ist, dass unsere SchülerInnen sich so mit ihrer Schule identifizieren und ganz offensichtlich mit Engagement, Spaß und Freude dabei sind. Eine fünfte Klasse hat ein wunderbares Büffet betrieben, viele Siebt- und AchtklässlerInnen führten die Besucher charmant und schon ziemlich professionell in Kleingruppen durchs Haus, andere betreuten die Stationen im Turnsaal. Von geschäftstüchtigen Viertklässlern, die alles Mögliche, was sie im Werkunterricht gefertigt hatten, feilboten, habe ich ein knallrotes, wasserundurchlässiges Wandersitzkissen (!) erworben, die Schülerinnen aus meinem Wahlpflichtfach Deutsch haben mich, als ich ihnen auf dem Gang begegnet bin, gefragt, ob wir nicht beim nächsten Tag der offenen Tür eine kleine Lesung mit selbst verfassten Texten machen könnten (können wir!), und vieles von dem, was sich sonst noch in der Schule abgespielt hat (im Chemie- und Biologiesaal oder in der Bibliothek etwa), habe ich gar nichts mitgekriegt. Die Stimmung insgesamt war jedenfalls grandios.

Um zwölf Uhr war der Tag der offenen Tür 2018 dann wieder Geschichte und um 14 Uhr, als ich noch einmal in die Schule zurückgekehrt bin, um für die Lehrereinlage beim nahenden Schulball zu proben (apropos dicht!), war fast das ganze Haus schon wieder aufgeräumt und blitzblank. Eine engagierte und extrem liebenswürdige Kollegin und ein ebensolcher Kollege organisieren das ganze Spektakel; im Vordergrund, im Hintergrund, davor, währenddessen und danach aber sind alle, von den SchülerInnen über die LehrerInnen, vom Direktor über den Elternverein bis zu den Hausmeistern und den Reinigungsdamen dabei und tragen zum Gelingen des Tages und zu dieser besonderen Stimmung bei. Ganz ehrlich, ich bin voll stolz auf unsere Schule.

Nächstes Mal schreibe ich wieder was Kritisches. Versprochen – und falls mir trotz oder vielmehr wegen der fehlenden Zeit nicht etwas anderes dazwischenkommt. 😉

(nemo)

 

Poetry Slam

Und hier noch zwei der großartigen Texte, die beim Poetry Slam der 3D vorgetragen und performt wurden:

Ein reicher Ritter namens Ralph reitet mit seinem Rappen
in der rabenschwarzen Nacht, neben ihm seine Knappen.
Er reitet rundherum im Robinien-Ritterwald herum.
Sein Ritterpferd rennt ruhig dahin, Raben krächzen vor sich hin.
Ralph raubt es den Atem, als er sieht, was hier geschieht:
Räuberrüpel rangeln um einen Riesen-Rosenkohl.
Daher ist es Ritter Ralph nicht besonders wohl.
In rasantem Galopp geht’s nach Haus zurück,
da hat er noch ein ganz schönes Stück.
Doch so leicht soll’s für ihn nicht werden
Ein dunkles Grollen schallt aus den Bergen.
Da sieht er schon in weiter Ferne
Einen Drachen, und die mag er gar nicht gerne.
„Hilfe!“, ruft eine holde Maid.
Der Ritter weiß, der Schrei ist nicht weit.
Doch der Drache macht ihm Angst und Bange,
er weiß, da lebt er nicht mehr lange.
„Steh nicht so blöd da, rette mich!“, schreit die Maid ganz fürchterlich.
„Der Drache hat mir den Nagel abgebrochen,
und Maniküre ist erst wieder in zwei Wochen.
Morgen habe ich eine Party im Schloss Hellbrunn
Und um eine Shoppingtour komme ich auch nicht herum.
Ich brauche dringend ein neues Kleid,
denn das alte ist mir viel zu weit.
Darum beeile dich! Rette mich!“
Doch mit so einer Tussi gibt sich Ritter Ralph nicht ab
Und reitet nach Hause, kurz und knapp.

(Leona und Selina)

Wenn die Motte miefende Mäuse mag
Wär‘ das ein Stabreim und der wär‘ arg
Und das wäre wirklich schlimm
Denn für Stabreime fehlt mir der Sinn

Ich finde ein Stabreim ist kein Gedicht
Ich hoffe das find nicht nur ich
Der einzig wahre Reim ist der Reim
Ich hoffe das geht nicht nur in meinen Kopf rein
Denn irgendwas fehlt dem Stabreim
Aber was soll es sein?

Vielleicht ist es ja so ganz gut
Denn bei Stabreimen bekomm ich die Wut
Der Stabreim gehört in Vulkanglut
Sicher findet das auch Groot

Oder soll ich mein Urteil überdenken
Und der Welt einen Stabreim schenken?
Aber nein, das wäre ein Graus
Deswegen ist das Gedicht jetzt aus

Aber zum Schluss noch
Ein Stabreim doch
Wenn die Motte miefende Mäuse mag müssen die Menschen miefende Klamotten mögen

(Gregor)

 

 

 

 

Gute Texte, schlechte Texte

Wir DeutschlehrerInnen beklagen immer wieder einmal, dass die Schreibkompetenz unserer SchülerInnen – sagen wir – nicht unbedingt im Steigen begriffen ist. Und da ist natürlich schon was dran. Aber – und dafür bin ich mir selber dankbar – ich habe mir in diesem Jahr einen ganz späten Schularbeitsbeginn gegönnt, und das verschiebt den Blick auf die Dinge ein wenig: Das Elend mit den schlechten Texten hat, wie ich gerade täglich merke, massiv mit den Schularbeiten und Klausuren zu tun. Ja, manchmal kommt mir vor, es ist vor allem der Zwang zur Korrektur und Beurteilung, der das Phänomen der schlechten Texte überhaupt erst hervorbringt. Sobald man nämlich Texte nicht korrigieren und beurteilen muss, wirken sie gleich viel weniger mangelhaft. Oder aber es ist einem nicht so wichtig. Sind halt ein paar Texte weniger gut, daneben finden sich ja auch andere … Ist halt der eine Text daneben gegangen, vielleicht gelingt ihm/ihr der nächste besser … Liegt halt dem einen Schüler Schreiben weniger, gibt eh auch welche, die’s können. Unglaublich, wie gelassen man ohne Zwang zum Rotstift wird.

Im Moment habe ich es folglich mit vielen guten und gelungenen Texten zu tun. Drei Beispiele: Die DrittklässlerInnen legen sich seit Schulbeginn derartig ins (Schreib-)Zeug, dass ich nur so staunen kann. Zuerst haben wir das Buch Herzslam von Jaromir Konecny zum Anlass genommen, um selbst Gedichte zu schreiben und einen Poetry Slam zu veranstalten. Was da für tolle Texte geschrieben und aufgeführt wurden! Alle haben mitgemacht, alle haben an ihren Texten herumgefeilt, alle haben versucht, mit Sprache zu spielen und zu arbeiten.

Jetzt widmen wir uns dem Schreiben von Detektivgeschichten. Ok, es geht Richtung Schularbeit. Aber noch ist es nicht so weit: Über die Herbstferien sollten sie eine Geschichte fortsetzen. Sie sollten versuchen, Spannung zu erzeugen, sie sollten den Kriminalfall plausibel aufklären. Ein Mädchen hat mir elf (!) druckreife Seiten abgegeben. Zugegeben, das ist ein Ausnahmefall. Aber auch viele andere schreiben derzeit mit Begeisterung, bemühen sich, lassen sich etwas einfallen, haben merklich Spaß an der Sache.

Und die Leute vom Wahlpflichtfach sind ohnehin motiviert bis in die Haarspitzen. Sie haben sich von den Trakl-Gedichten inspirieren lassen und davon ausgehend eigene (Prosa-)texte verfasst. Wir saßen gestern auf der Terrasse des Uniparks, sie lasen ihre Texte vor – und ich konnte mich wieder einmal nur daran erfreuen, was alles möglich ist.

Es kommen härtere Tage – zweifellos. Aber fürs Erste genieße ich noch die letzten Tage meines schularbeitenfreien Herbsts. (nemo)

Habe ich eigentlich schon erzählt … Wahlpflichtfach Deutsch

Dass ich gerne unterrichte und mit ziemlicher Begeisterung Lehrerin bin, habe ich eventuell schon ein-, zweimal erzählt. 😉 Es gibt aber auch Seiten am Lehrberuf, die ich nicht mag: die Bürokratie, die Notengebung, die 50-Minuten-Einheiten, die großen Klassen, die immer strenger werdenden Vorgaben und Standardisierungsbestrebungen „von oben“. Ein wahres Geschenk, bei dem all das, was ich an der Schule nicht mag, keine Rolle spielt, ist das Wahlpflichtfach Deutsch, das erstmals nach vielen Jahren an unserer Schule wieder zustande gekommen ist. Die Rahmenbedingungen sind geradezu großartig: 10 SchülerInnen, die sich für Literatur und Sprache interessieren und die gerne lesen und schreiben, keine Vorgaben „von oben“ und jede Woche hundert Minuten am Stück.

Mein Ansinnen ist es, die SchülerInnen zwei Jahre lang in „andere Welten“ und „andere Zeiten“ zu entführen. „Bewegung und Stillstand“ dient uns als Leitmotiv in diesem Jahr. Wir wollen literarische Texte lesen und Filme anschauen, in denen Bewegung und Stillstand eine Rolle spielen, wir wollen unsere Gedanken und uns selbst in Bewegung bringen, wir wollen ausprobieren, was es für uns heißt, in Bewegung zu sein und wieder still zu stehen. Und all diese Erfahrungen, Gedanken und Ideen sollen in eigene Texte einfließen.

Mit Bildern als Schreibimpulsen haben wir begonnen. Die nächste Stunde haben wir dem Gedicht Auf der Schwelle des Hauses von Günter Kunert gewidmet. Jeder hat versucht, ein Gedicht nach diesem Muster zu verfassen. Und weil es irgendwie dazugepasst hat (und die Bücher in der Schule gerade verfügbar waren), haben wir Sibylle Bergs Roadmovie und „Märchen für alle“ mit dem Titel Habe ich dir eigentlich schon erzählt … gelesen. Plötzlich waren wir auf dem Weg in die DDR. Wahrlich eine andere Welt und eine andere Zeit! Kurz habe ich mich allerdings schon gefragt, ob das jetzt das richtige Reiseziel gleich für den Anfang sein würde. Die SchülerInnen aber sind sofort darauf eingestiegen und haben voll mitgetan. Drei hatten das Buch von Sibylle Berg bereits im Deutschunterricht gelesen, denen habe ich Christa Wolfs Der geteilte Himmel mitgegeben. Na, da habe ich mich erst recht gefragt! Aber auch das hat funktioniert. Die drei Schülerinnen haben es zwar nicht geschafft, das Buch zur Gänze zu lesen, waren jedoch von der Sprache und der Geschichte irgendwie schon angetan. Ich habe ihnen dann noch ein bisschen etwas über die DDR erklärt, ihnen eine Stelle vorgelesen, die ich selbst sehr berührend finde, und ihnen einen Ausschnitt aus der Verfilmung gezeigt. Wir haben insbesondere auf die Ästhetik des Films geachtet und über die Unterschiede zu heutigen Filmen gesprochen. Am Ende der Stunde habe ich ihnen noch ein paar Zitate aus Sibylle Bergs Roman ausgeteilt und sie dazu ermuntert, zu Hause einen Text zu einem der Zitate zu verfassen. Mit einem Lied von Gerhard Gundermann habe ich die SchülerInnen letzte Woche entlassen.

Heute wollte ich das fortgesetzt schöne Herbstwetter nutzen, um mit der Gruppe einen Spaziergang durch die Stadt auf den Spuren Georg Trakls zu machen. Davor haben wir uns noch kurz in der Schulbibliothek zusammengesetzt und die Schülerinnen haben jene Texte vorgelesen, die sie zu Hause geschrieben hatten. Bis auf zwei haben alle die freiwillige Hausübung gemacht! Und was für schöne Texte da heute vorgelesen wurden, hat mich echt beeindruckt.

Dann sind wir losmarschiert: Wir haben bei Trakls Geburtshaus am Waagplatz begonnen, sind durch die Linzer Gasse und den Mirabellgarten bis zur Christuskirche in die Schwarzstraße spaziert. Ich habe ein bisschen etwas erzählt, wir haben die Gedichte gelesen, und mehrfach habe ich ein „voll schön“ vernommen. Am Ende des Spaziergangs habe ich den Schülerinnen gesagt, wo sich weitere Tafeln mit Trakl-Gedichten in Salzburg befinden. Es würde mich nicht wundern, wenn die eine oder andere die Orte noch in dieser Woche aufsuchen würde. Bis zur nächsten Woche ein Gedicht zu verfassen, das entweder ein Motiv bzw. eine Verfahrensweise aus den Trakl-Gedichten aufnimmt oder das unseren heutigen Spaziergang mit den Gedichten zusammenzubringen versucht, wollen jedenfalls alle ausprobieren.

Ich glaub, das nennt man Deutschlehrerinnentraum, was mir da gerade widerfährt.

(nemo)

 

 

 

 

Französisch auf Tournee

Ein Mitarbeiter des Französischen Kulturinstituts in Wien war gestern bei uns zu Gast, um den Viertklässlern ein bisschen Lust auf die französische Sprache zu machen. Der sympathische Belgier Denis brachte den Schülern spielerisch ein paar Wörter bei, sie lernten die Zahlen und nebenbei auch, wo man überall Französisch spricht. Die Initiative firmiert unter dem Namen France Tour und kann von Schulen in ganz Österreich gebucht werden. Mal sehen, ob sich im nächsten Jahr bei uns ein paar mehr für Französisch entscheiden. Der gestrige Tag jedenfalls hat den Schülern Spaß gemacht. (nemo)