Coole Tage im heißen Paris

Mit 22 SchülerInnen aus den sechsten und siebten Klassen sowie einem pensionierten Kollegen verbrachten wir ein paar extraheiße Tage in Paris. 37 Grad im Schatten ergeben in der Sonne noch etliche mehr, duschen nützt da nur mehr bedingt. Entsprechend geschlaucht waren die Schüler und natürlich auch wir. Und dennoch: Es gibt nichts Schöneres als Paris. IMG_5334

Aufgebrochen sind wir wieder sehr früh am Morgen, um den TGV kurz vor halb sieben in München zu erreichen. Die Tage der nächtlichen Direktverbindung Salzburg-Paris mit dem Orient-Express sind gezählt. Mit dem morgendlichen TGV von München ist man dafür bereits um 12 Uhr an der Gare de l’Est. Auch nicht schlecht.

Zurück haben wir die neue Direktflugverbindung mit Eurowings genommen. Zwar versuchen wir, wenn möglich, unnötige Fliegerei zu vermeiden. In diesem Fall waren wir dann aber doch froh, dass wir am Freitagabend bereits um 18 Uhr wieder zu Hause waren. So schön es ist, solche Reisen mit Schülern zu unternehmen. In dem Moment, in dem alle von ihren Eltern in Empfang genommen werden und die Verantwortung von einem abfällt, ist man in jedem Fall erledigt. Da kommt ein Wochenende durchaus gelegen.

Untergebracht waren wir im MIJE, einer Jugendherberge ganz im Zentrum. Zwischen dem Marais und der Seine gelegen, könnte man sich keine bessere Unterkunft wünschen: die Zimmer einfach, das Essen gut, die Leute freundlich, der Preis schwer in Ordnung, die Lage unschlagbar. Und für die Lehrer gratis ein kleines Weinderl zum dîner. 🙂 IMG_5457

Das Besichtigungsprogramm war schlichtweg ein Hit: Die hauptverantwortliche Kollegin hatte sich spitzenmäßig vorbereitet und den Schülern die Schönheit und Vielfalt von Paris grandios vermittelt. Vom Hôtel de Ville über den Louvre, die Tuileries, Place de la Concorde, Champs-Elysées bis zum Arc de Triomphe, von den Inseln in der Seine und Notre-Dame, über die Sorbonne bis hinauf zum Panthéon und weiter durch die Rue Mouffetard, die Grande Mosquée und die Arènes, vom Marais über die Bastille und die Place des Vosges bis zum Centre Pompidou boten die Spaziergänge und Besichtigungen einen wunderbaren Ein- und Überblick. Hinzu kam das Abendprogramm: Nach dem Abendessen in der Herberge starteten wir jeweils um 20 Uhr los, um am ersten Tag den Eiffelturm zu bestaunen, am zweiten Tag an der Seine der Fête de la musique beizuwohnen und am dritten Tag den Montmartre zu erkunden. Besser geht kaum. IMG_5388

Apropos Fête de la musique: Am 21. Juni in Paris zu sein, ist natürlich ein Geschenk. Die Stimmung an diesem Abend mitzuerleben, am Seine-Ufer zu unterschiedlicher Musik bis spät in die Nacht zu tanzen, ist einzigartig. (Erinnerungen an mein Erasmus-Studienjahr vor vielen Jahren in Bordeaux tun sich auf. Vor Tagesanbruch war damals an Heimgehen nicht einmal zu denken.) Mit Schülern ist es natürlich anders und in diesem Jahr war das Ganze obendrein nicht ganz ohne: Sowohl ein paar Eltern als auch einige Schülerinnen waren von der allgemeinen Terrorangst angesteckt. Wir hatten ganz schön zu tun, um alle zu beruhigen und davon zu überzeugen mitzumachen. Was das aber an Verantwortung bedeutet, kann man vielleicht erahnen. Passieren darf einem nichts und gleichzeitig ist es natürlich unmöglich, eine Garantie wofür auch immer abzugeben. Auch ein paar Pariser dürften sich diesmal absentiert haben. Laut einem Verkäufer aus einem Geschäft neben der Jugendherberge waren insgesamt bedeutend weniger Leute auf der Straße als normalerweise. Dafür war die Polizei- und Militärpräsenz enorm. IMG_5446Nichtsdestoweniger herrschte an diesem Sommerabend eine so wunderbar friedliche, entspannte und ausgelassene Stimmung, wie man sich das bei uns kaum vorstellen kann. Tausende und abertausende Menschen waren unterwegs, es wurde musiziert, getanzt, gelacht und gefeiert, dass es eine wahre Freude war.

Ja, im Grunde und alles in allem ist es ganz einfach: „Ajoutez deux lettres à Paris: c’est le paradis.“ Das wusste schon Jules Renard. Jetzt wissen es auch unsere Französisch-Schüler. (nemo)

 

 

 

PS: Ein Schüler hat sogar ein kleines Video über unsere Paris-Reise gemacht: Hier ist es!

 

Pariser Exzerpte

Gleich mehrere meiner alten Ordner landeten gestern im Altpapiercontainer. Literatur und Bürgerkrieg, kulturelles Gedächtnis, französische Gegenwartsautorinnen und mindestens fünf Mappen mit Materialien rund um die Dissertation. Jorge Semprúns literarische Auseinandersetzung mit Buchenwald lautete das Thema der Arbeit. 2004 wurde sie fertiggestellt, 2006 publiziert. Eine im Jahr 2017 notwendig gewordene häusliche Entrümpelungsaktion zum Anlass zu nehmen, um kiloweise solcher Kopien, Exzerpte, Mitschriften, Unterlagen und Artikel zu entsorgen, mag nun nicht gerade als überstürztes Unterfangen durchgehen. Dennoch, die Ratio allein ist eben nicht damit befasst, wenn es um Erinnerung, Vergangenheit und andere identitätsstiftende Faktoren geht. An jedem einzelnen Blatt hängt noch ein bisschen von damals dran, und genau das ist der Grund, warum es mir so schwer fällt, die alten Sachen wegzuwerfen.

Außerdem weiß ich noch genau, wie mühsam und langwierig, allerdings auch befriedigend und aufregend der Prozess des Akquirierens und Zusammentragens war, damals ganz zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Lächerliche anderthalb Jahrzehnte und doch wirkt manches, als entstammte es einer gänzlich anderen Zeit.

Ich hatte damals ein Stipendium, das es mir ermöglichte, ebenso intensiv wie exklusiv an der Dissertation zu arbeiten. Über ein halbes Jahr verbrachte ich in Paris, pilgerte beinahe täglich in die französische Nationalbibliothek, recherchierte, exzerpierte und las. Las und exzerpierte. Die BNF war Anfang 2000 noch nicht lange in ihr neues Domizil nach Tolbiac im Süden von Paris übersiedelt. Der ganze Betrieb in dieser modernen Bibliothek lief natürlich bereits computerisiert, so manches ältere Werk wurde einem schon damals nur mehr auf Mikrofilm ausgehändigt. Die meisten Bücher aber, zumindest die, die ich brauchte, konnte man via Computer bestellen und bekam sie sodann in ihrer physischen Gestalt.

Kurios aus meiner österreichischen Sicht war, dass das Kopieren nicht nur streng limitiert (höchstens 10 % eines Buches!), sondern darüber hinaus auch noch sündteuer war. Außerdem durfte man die Bücher – um ihre Rücken nicht zu beschädigen – nicht einfach aufklappen und auf den Kopierapparat drücken. Man war angehalten Seite für Seite abzulichten, was den Preis noch einmal verdoppelte. Den Kopien haftete somit etwas ebenso Kostbares wie fast Unanständiges an. Was blieb mir also übrig, als zu lesen und zu exzerpieren, zu exzerpieren und zu lesen, mit (oder auch ohne) Laptop tagein, tagaus stundenlang in der Bibliothek zu sitzen und zu arbeiten.

Dutzende, ja hunderte Karteikarten füllte ich auf diese Weise mit Notizen über das Gelesene. Der Informations- und Wissenszuwachs verlief nicht sprunghaft, sondern gleichmäßig, begrenzt, dafür aber stetig. Manchmal sehne ich mich noch heute nach dieser ruhigen und konzentrierten Form des Arbeitens. Wenn ich daran denke, wie aufgeregt viele (auch ich selbst) ständig im Netz herumklicken, anstatt endlich einmal ein Buch (oder auch nur einen Aufsatz) ordentlich zu lesen. Und wie schwierig es geworden ist, zum Beispiel mit der VWA befasste SchülerInnen vom Bücherlesen oder gar vom Sinn des Exzerpierens zu überzeugen!

Vielen Bibliotheksbenutzern begegnete ich bei meiner damaligen Arbeit in der BNF täglich, manchmal ergaben sich in den Kaffeepausen unverbindliche Gespräche oder vereinzelt sogar interessante Kontakte. Ein paarmal verabredete ich mich mit befreundeten DoktorandInnen zu bestimmten Zeiten im Café. Wobei, die Arbeitsatmosphäre im Untergeschoss („Rez-de-Jardin“), dort, wo sich die Forschungsbibliothek befand (im Gegensatz zur öffentlichen Bibliothek im Erdgeschoss, „Haut-de-Jardin“), war so seriös und streng, dass Begriffe wie „Café“ in diesem Zusammenhang schon fast frivol klingen. An jeder Ecke des riesigen rechteckigen Baus fand sich ein kleiner gläserner Kobel, in dem man das im durchsichtigen Plastiksackerl Mitgebrachte verzehren durfte. Mehr an Zerstreuungsangebot gab’s nicht. In einem der vier Glaswürfel konnte man frischen Kaffee und ein paar Kleinigkeiten zum Essen erwerben, in den anderen musste es ein Automat tun. Dass die ganze Angelegenheit nicht zur Unterhaltung gedacht war, sondern es sich beim unteren „Gartensegment“ um eine ernsthafte Forschungseinrichtung handelte, wurde dem Besucher bereits beim Eingang klar gemacht. Mehrere schwere, doppelte Türen und lange, schmale Rolltreppen schleusten die Forschungswilligen mit ihren transparenten Plastikumhängetaschen nach unten. Zum Lachen konnte man in einen anderen Keller gehen. Und zu dem so genannten Garten führte keine Tür hinaus.

Es mag heimeligere oder auch prachtvollere Bibliotheken geben, effizient war mein Forschungsaufenthalt in der BNF jedenfalls. Die ruhige Arbeitsatmosphäre, die zahllosen Bücher, das viele Lesen und die unmittelbare und kontinuierliche Verarbeitung des Gelesenen in Form von Exzerpten ermöglichten es, dass ich gleich nach der Rückkehr aus Paris mit dem Schreiben anfangen konnte und das Geschriebene von Anfang an eine gewisse Substanz aufwies.

Und dass das mit der Effizienz nicht allzu sehr übertrieben wurde, dafür sorgte in meinem Fall schon Paris selbst. Allein das erhebende Gefühl, das mich täglich überkam, nachdem ich die klimatisierte Bibliothek verlassen hatte, ist unbeschreiblich. À nous deux, Paris, und das jeden Tag aufs Neue – bis, ja bis ich wieder nach Hause fuhr, die Monate und Jahre ins Land zogen und bis die gestrige Entrümpelungsaktion die Erinnerung an diese doch schon lange vergangene Zeit wieder aufleben hat lassen. Gut, dass ein paar der Erinnerungen jetzt hier im Blog verewigt sind, sonst müsste ich glatt noch einmal beim Altpapiercontainer vorbeispazieren. 😉

(nemo)

Von Wichtigem und weniger Wichtigem: A Paris et ailleurs

Samstagabend, die Anstrengungen der Woche sind deutlich spürbar. Zu viel war los, als dass es schon nach nur einem Tag vergangen wäre. Schon seit Tagen krächzende Stimme, trotzdem habe ich versucht zu unterrichten. Die eine Klasse hatte Schularbeit, die anderen haben bald. Daneben viel zu organisieren und zu besprechen. Kulturprojekt, Schüleraustausch, Mentoring. Drei richtige Brocken, zusätzlich. Gestern Abend ein Opernbesuch mit zwanzig Schülern. Il mondo della luna. Interessant, wie viele Menschen einen ansprechen, wenn man mit Schülern abends in die Oper geht. Deshalb, weil die Schüler so brav sind, und deshalb, weil die Leute es gut finden, dass wir versuchen, den jungen Menschen die Welt des Theaters, der Musik, der Oper zu eröffnen.

Heute Vormittag Gang zur Polizei. Schon wieder ist mein Fahrrad weg. Im Vorzimmer der Wachstube drei schwarze Männer. Einer liegt unter der Bank, zwei sitzen. Sie kippen fast herunter, weil ihnen ständig die Augen zufallen. Ich spreche sie an. Sie haben seit sechs Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Aus Gambia kommen sie, wollen hier Asyl beantragen. Von Libyen aus sind sie mit einem Flüchtlingsboot übers Meer gefahren. Mein gestohlenes Fahrrad kommt mir nichtig vor. Fast eine halbe Stunde beschäftige ich mit meiner Bagatelle den zuständigen Beamten, bis meine Diebstahlsmeldung komplett ist.

Im Standard von heute schon wieder der Verweis darauf, dass weniger Schüler pro Klasse keine Verbesserung der Unterrichtsqualität bedeuten würden. Auch die Hattie-Studie belege das. Hat eigentlich irgend jemand von denen schon einmal Deutsch-Schularbeiten oder Hausübungen korrigiert? Ab 20 merkst du jedes zusätzliche Heft, ab 20 hängt es sich richtig an. Ab 20 merkst du auch jeden einzelnen Schüler in der Klasse. Oder umgekehrt: Du bemerkst ihn eben nicht. Außer er stört. Dann bemerkst du den und übersiehst fünf andere.

Ja, wir sollen individualisieren und jeden Einzelnen fördern, wir dürfen keinen zurücklassen und sollen allen gerecht werden, wir mögen darauf achten, dass sich alle in der Klasse wohl fühlen und gleichzeitig die Bildungsstandards erreichen. Alles kein Problem, es scheint bloß uns Lehrern so vorzukommen, als ob das Erreichen all dieser Ziele auch irgendetwas mit der Anzahl der uns anvertrauten jungen Menschen zu tun habe. Die Experten wissen, da besteht kein nachweisbarer Zusammenhang. Alles bloß gefühlte Wirklichkeit. Beim Wetter scheint es uns einzuleuchten, dass auch die „gefühlte Kälte“ relevant ist, aber in der Schule, nein, da sind’s nur die Lehrer, die sich’s bequem einrichten wollen.

Es ist frustrierend. Es ist zum Ärgern. Es betrübt mich. Das gestohlene Fahrrad ebenso wie diese ständigen unqualifizierten und falschen Aussagen. Was aber ist das alles gegen den Wahnsinn, der letzte Nacht in Paris los war? Angesichts des Terrors ist alles lächerlich, möchte man mit Thomas Bernhard sagen. (nemo)

peace-for-paris

Paris erleben und sich erinnern

Ich war für ein paar Tage in Paris. Es begeistert mich jedes Mal aufs Neue, wie intensiv und dicht diese Stadt ist. Ein paar Stationen mit der Metro und man ist in einer anderen Welt. In Paris kann man sich an einem Tag quer und rund um den Globus treiben lassen und gleichzeitig bleibt man zweifellos immer in Paris.

Ich habe Ausstellungen und Museen besucht, Buchhandlungen abgeklappert, Open-air-Konzerten gelauscht, bin in verschiedenen Parks und bei „Paris Plages“ an der Seine gelegen, habe Freunde getroffen und bin durch die prachtvolle Stadt flaniert. Ein Lebensgefühl, das ich so nur aus Paris kenne. Mairie-de-Paris_aff_PARIS_PLAGES_2015_600px

Was für ein Glück, wenn man wieder einmal ganz nach seinem eigenen Rhythmus leben kann. Es ist schön, mit Schülern in Paris zu sein. Es ist schön, mit Kindern in Paris zu sein. Aber ganz allein in Paris zu sein ist auch schön – und, davon bin ich überzeugt, wichtig für eine Lehrerin, zumal wenn sie Französisch unterrichtet. 😉

In der FNAC habe ich ein paar pädagogische Bücher gekauft, zur Literaturvermittlung im Rahmen des Französischunterrichts, für Anfänger und mäßig Fortgeschrittene. Angesichts der Umstellung des Fremdsprachenunterrichts auf das reine Training der verschiedenen Teilkompetenzen eine eigentlich überflüssige Investition, die sich, und auch davon bin ich überzeugt, trotzdem lohnen wird …

Wie so oft habe ich mir auch diesmal wieder ein Buch von Georges Perec, einem der interessantesten französischen „Gegenwartsautoren“ (Perec ist bereits 1982 gestorben) gekauft: Penser/Classer. In diesem Buch stellt Perec die Frage, was Denken und Ordnen bedeutet:

Was bedeutet der Schrägstrich? Was werde ich da eigentlich gefragt? Ob ich denke, bevor ich ordne? Ob ich ordne, bevor ich denke? Wie ich das ordne, was ich denke? Wie ich denke, wenn ich ordnen will? (…) Es ist so verlockend, die ganze Welt nach einem einzigen Kriterium ordnen zu wollen, als ob ein universelles Gesetz die Gesamtheit aller Phänomene regeln würde: zwei Hemisphären, fünf Kontinente, männlich und weiblich, tierisch und pflanzlich, Einzahl Mehrzahl, rechts links, vier Jahreszeiten, fünf Sinne, sechs Selbstlaute, sieben Tage, zwölf Monate, sechsundzwanzig Buchstaben. Leider funktioniert es nicht, es hat noch nie angefangen zu funktionieren, es wird nie funktionieren. Dennoch wird man noch lange dieses oder jenes Tier kategorisieren, nach der ungeraden Zahl seiner Finger oder den hohlen Hörnern.¹

Ich finde, das könnte auch eine Aussage über die derzeit so intensiv betriebene „Vermessung der Bildung“ und die Ranking-Manie sein. (Dazu in Bälde.)

Ja, und die Dame, bei der ich früher immer wohnte, wenn ich in Paris war, ist gestorben. Sie war im 91. Lebensjahr. Als ich ihr vor ein paar Jahren erzählte, dass ich nunmehr als Lehrerin arbeiten würde, war sie nur mäßig von dieser Neuigkeit begeistert. Sie hatte mich immer für ausreichend begabt und strebsam gehalten, um an der Universität oder in einer anderen Forschungseinrichtung reüssieren zu können. Die Schule erschien ihr als eine Art intellektuelle Stagnation, vielleicht sogar als Rückschritt. Ich solle bedenken, dass auch ein brillanter Kopf mittelmäßig werde, wenn er sich nicht mehr entsprechend fordern würde. Das gab sie mir zum Abschied mit. Ich habe mir damals vorgenommen und will mich weiterhin daran erinnern, eingedenk der Worte der alten Dame, eine wirklich gute Lehrerin zu werden und Schule so zu betreiben, dass sie weder intellektuelle Stagnation noch Rückschritt bedeutet.

Anlässlich ihres Todes habe ich versucht, ein persönliches Porträt über sie zu schreiben. Ich mache es hier zugänglich und würde mich freuen, wenn es ein paar Leser fände: Maga. Portrait d’une femme bourgeoise (nemo)

¹ Georges Perec: Penser/Classer, Paris: Seuil 2003. Die Übersetzung stammt von mir.