Sachbücher in der Schulbibliothek (Fortbildung)

Endlich komme ich in einem Posting auch zu einem der Hauptbeweggründe, warum wir bloggen. Wir wollen über Fortbildungen berichten und sie weiterempfehlen oder eben nicht. Viele Anregungen geraten während des Schulalltags schnell wieder in Vergessenheit und wir wollen uns daran erinnern und die guten Ideen verwenden und teilen. Wissensmanagement für uns selbst und alle, die es vielleicht auch brauchen können. Und weil das nicht zu lange warten kann, schreibe ich lieber gleich über die heutige Veranstaltung des BVÖ: „Large: Neue Sachbücher – und was man damit machen kann“ mit der Vortragenden Gudrun Sulzenbacher.

Kurz vorweg: Für SchulbibliothekarInnen und DeutschlehrerInnen, die mit Kindern im Alter von 10 – 14 Jahren arbeiten uneingeschränkt zu empfehlen! Die Vortragende war selbst Lehrerin und ist nun Autorin, sie weiß, was sie tut. Die Stunden waren praxisorientiert gestaltet und leider im Nu vorbei, das Arbeiten ein Vergnügen.

Gudrun Sulzenbacher stammt aus Südtirol mit seiner besonderen Bibliothekslandschaft und der besonderen Stellung der Sprache  Deutsch. Manches, was dort funktioniert, ist bei uns so nicht möglich (zum Beispiel erzählte sie von der Südtiroler Gesamtschule: 15 bis 18 SchülerInnen und zwei bis drei (!) LehrerInnen für die innere Differenzierung. Wir konnten das nicht weiter vertiefen, aber so kann ich mir Gesamtschule auch gut vorstellen.)

Es gibt in jedem Ort deutsche und italienische Bibliotheken und die Schulbibliotheken haben eigens für sie angestellte SchulbibliothekarInnen (ab einer gewissen Größe). Immer spannend, ein bisschen über den Tellerrand zu schauen!

Jetzt aber zum Thema Sachbücher: Wir haben uns vor allem damit beschäftigt, wie Sachbücher von SchülerInnen ein bisschen anders und nicht nur referatsmäßig präsentiert werden können. Dazu gehört

  • eine Pressekonferenz, in der VerlegerIn, AutorIn, IllustratorIn oder Fotografin von der „Presse“ zu Produktion und Marketing befragt werden können.
  • ein Ratespiel, bei dem mit Erläuterungen aus dem Glossar begonnen wird. Die MitschülerInnen versuchen anschließend den Begriff aus einer Auswahl zu erraten.
  • Interviews, wenn Bücher solche beinhalten.
  • Immer aus zwei vergleichbaren Sachbüchern eines auswählen und begründen, warum genau dieses.

Zu genau möchte ich das nicht beschreiben, denn im Februar soll ein Buch herauskommen, das Nachfolgewerk der wirklich empfehlenswerten „Lese-Rezepte“, das leider vergriffen ist. Die Vorschläge werden gerade (u.a. auch von uns) ausprobiert und auf Herz und Nieren getestet.Leserezepte

Herausgekommen ist auch eine kleine Liste von Büchern, die ich  für die Schulbibliothek (oder auch für mich selbst) kaufen möchte:

Steve Jenkins: Viele Tiere
Adrienne Barmann: Walross, Spatz und Beutelteufel
Jan Paul Schutten, Floor Rieder: Evolution
Mary & Richard Platt: Nicht spülen!
Katharina von der Gathen, Anke Kuhl: Klär mich auf!
Anja Tuckermann, Tine Schulz: Alle da!
Antja Damm: Echt wahr?: 52 Gelegenheiten, sich über Lüge und Wahrheit zu unterhalten (haben wir schon, würde ich aber sofort wieder kaufen!)
Tinkerbrain: Bäng! 60 gefährliche Dinge, die mutig machen

(juhudo)

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